Ziel des Maßnahmenplans

Der Maßnahmenplan ist eine Art To-Do Liste. Diese legt fest, welche Maßnahmen wann, in welcher Reihenfolge und mit welchem Aufwand bei einem Klienten durchgeführt werden. Dies soll dazu führen, dass alle Pflegekräfte den Klienten zur gewohnten Zeit nach seinen individuellen Bedürfnissen pflegen können. Bitte beachten Sie, dass der Maßnahmenplan die Pflegeplanung ersetzt, daher ist es nicht nötig, zusätzlich eine Pflegeplanung zu schreiben.

In der Praxis kann der Maßnahmenplan auch Tagesstruktur, Tagesablaufplan oder Ablaufplan genannt werden. Der Maßnahmenplan ist für alle Pflegekräfte eine verbindliche, pflegerische Anordnung.


Beispiel für einen Maßnahmenplan


Anforderungen an die Maßnahmenplanung

Im Maßnahmenplan sollten folgende Inhalte (Maßnahmen) beschrieben sein:

  • alle grundpflegerischen Leistungen
  • allgemeine und zusätzliche Betreuungsleistungen
  • hauswirtschaftliche Unterstützung
  • Risikoeinschätzung 
  • Behandlungspflege


Gestaltung des Maßnahmenplan

Die Gestaltung des Maßnahmenplans obliegt der Einrichtung und entspricht den einrichtungsinternen Anforderungen.

  • Der Maßnahmenplan kann nach Zeiträumen oder Themenfelder gegliedert werden. Die Möglichkeit, dies zu anzupassen, finden Sie unter dem Menüpunkt Einstellungen / Grundeinstellungen in der Registerkarte "Pflegeplanung".

    Gliederung des Maßnahmenplan ändern

  • Es können bis zu drei zusätzliche Spalten individuell konfiguriert werden. Die Möglichkeit der Konfiguration für die zusätzlichen Spalten finden Sie im Menü unter Einstellungen / Dokumentation / Maßnahmenplan. Hinterlegen Sie bitte die Spaltenbezeichnung nach Ihren Bedürfnissen und wählen Sie "Übernehmen".

    Zusatzspalten für den Maßnahmenplan

Hintergrundinfo

Generell gibt es keine Vorgaben, wie die Maßnahmen allgemein beschrieben werden. Prinzipiell empfehlen wir, diese so zu  formulieren, dass jeder Mitarbeiter danach arbeiten kann.

Als Orientierung können die fünf "W"-Fragen unterstützen. 

  • Was macht die Pflegekraft?
  • Wann/zu welcher ungefähren Uhrzeit erhält der Klient die Hilfestellung?
  • Wie oft erfolgt die Hilfestellung durch die Pflegekraft? Ist dies mehrmals täglich oder nur einmal wöchentlich notwendig?
  • Wo wird die Maßnahme durchgeführt? Im Bad oder im Bett des Klienten?
  • Wie genau ist der Ablauf?

Folgende Praxisbeispiele sind möglich:

  • Fließtext/Ablauf: Hierbei werden oftmals sehr kleinschrittig die Arbeitsabläufe erläutert und es werden keine weiteren Verfahrensanweisungen benötigt oder zusätzlich beschrieben.
  • Mischform: Hierbei werden mehrere Leistungskomplexe zusammengefasst und in einer Maßnahme beschrieben. In der Regel werden auch Verfahrensanweisungen verwendet. Hier kann pro Eintrag/Maßnahme eine Verfahrensanweisung hinterlegt werden.
  • Kurzform: Hierbei wird die Maßnahme nur kurz beschrieben mit Hinweis auf eine Verfahrensanweisung. Hier kann ebenfalls pro Eintrag/Maßnahme nur eine Verfahrensanweisung hinterlegt werden.

Grundbotschaft

Über dem Maßnahmenplan steht die Grundbotschaft. Diese kann genutzt werden, es handelt sich hier aber nicht um ein "Muss". Hier sollte idealerweise eine Botschaft stehen, die für alle am Pflegeprozess beteiligten Personen hilfreich in Bezug auf den allgemeinen Umgang mit der zu pflegenden Person ist.

Beispiel: Frau Brodersen bitte dutzen, sonst reagiert sie nicht auf Ansprache.